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Dankesworte
1. November 2022

Vor zwei Tagen bin ich glücklich aus Rom zurückgekehrt. Auf dem dortigen XXII. Generalkapitel wurde unsere Mutter M. Fabia Kattakayam als Generaläbtissin für die nächsten sechs Jahre bestätigt. Sie ist mit großer Freude am heutigen Tage mit uns verbunden und hat uns aus diesem Anlass folgende Worte geschrieben:

Rom, 20. Oktober 2022
Prot. Nr. 180/22

„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr der Heerscharen!
Meine Seele sehnt sich nach den Höfen des Herrn“ (Ps 84, 2-3).

„Liebe Mutter Olga Maria und Schwestern,
Anlässlich des 20. Jahrestages unserer Anwesenheit in Bremen ist mein Herz mit Dankbarkeit gegenüber dem Herrn erfüllt, für dieses Haus Gottes und für den Tabernakel, von dem aus Er die Strahlen des Wohlwollens und des Schutzes ausstrahlt. Mit großer Freude überbringe ich meine besten Glückwünsche, zusammen mit all unseren Schwestern in der ganzen Welt.
Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich mit Dankbarkeit an den Bischof von Osnabrück, Seine Exzellenz Monsignore Franz-Josef Bode. Mein Dank gilt unserer lieben Mutter Tekla, der damaligen Generaläbtissin, die sich mit Freude und Enthusiasmus zur Verfügung gestellt hat, so dass ein lang gehegter Traum Wirklichkeit wurde, nämlich ein Haus in Deutschland zu haben, ein wahrer Schatz für die Kirche und unseren Orden.
Mein Dank gilt auch den Oberinnen und Schwestern, die im Laufe der Jahre durch ihre Anwesenheit und ihren Dienst zur Verwaltung dieses Hauses beigetragen haben, und dir, liebe Mutter Olga Maria und liebe Schwestern, gilt mein Dank für eure Opfer und eure Hingabe. Bringt euer Leben weiterhin im Gebet, im Apostolat und im Zeugnis ein. Macht diesen Ort immer heiliger, indem ihr das Evangelium Christi verkündet und es Tag für Tag lebt.
Mein Dank gilt auch den Priestern und allen, die euch helfen, insbesondere euren Wohltätern, die uns großzügig unterstützen. Möge euer Lobesgesang und die Anbetung zu Gott durch die heilige Liturgie immer auch ein Dank an Ihn für unsere Wohltäter sein.
Möge der Herr euch mit seinen Gnaden und seinem Segen erfüllen und euch zu würdigen Töchtern unserer heiligen Mütter, Birgitta und Elisabeth, machen. Möge diese Wohnung Gott gefallen, möge diese Gemeinschaft von Ihm gesegnet werden und möge sie Seine Gegenwart für immer fortsetzen.

Mit Zuneigung segne ich euch von Herzen, und ich bin mit euch durch meine Gebete und die von allen Schwestern vereint“.

Mutter M. Fabia Kattakayam, O.S.S.
Generaläbtissin

Ich schließe mich den Worten unserer Generaläbtissin an und danke im Namen unserer Schwestern all jenen, die unserer Gemeinschaft nahestehen und auf vielfältige Weise an der Entwicklung und dem Wohlbefinden unserer Gemeinschaft mitgewirkt haben. Wir versichern Ihnen allen unsere Gebete. Möge der Herr Sie mit allen reichlichen Gnaden belohnen.
Sr. Olga Maria O.SS.S.


Birgittenkloster in Bremen feiert 20-jähriges Bestehen
24. Oktober 2022

Die Birgittenschwestern im Bremer Schnoor-Viertel feiern am Sonntag, 30. Oktober das 20-jährige Bestehen ihres Klosters. Zum Jubiläumsgottesdienst um 11 Uhr in der Propsteikirche St. Johann kommt auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode.Gleichzeitig wollen die Schwestern an den 650. Todestag ihrer Ordensgründerin Birgitta von Schweden (1303-1373) erinnern. Die Mystikerin wird in der katholischen Kirche als Heilige verehrt und auch in der evangelischen und anglikanischen Kirche als wichtige Glaubenszeugin betrachtet. Papst Johannes Paul II. erhob sie 1999 zur Mitpatronin Europas.

Derzeit leben im Bremer Kloster sieben Birgittenschwestern, von denen drei aus Indien und drei aus Indonesien kommen. Die Oberin Olga Maria Zajac stammt aus Polen, ihre Vorgängerin kam aus Mexiko. Im Kloster wohnen nach ihren Angaben seit der Gründung – abgesehen von der Corona-Zeit – ständig Gäste. In dem Gebäude werden Tagungen, Familientreffen und Familientreffen veranstaltet.
Das Birgittenkloster mit seinem terracottafarbenen Anstrich im historischen Schnoor-Viertel wurde vom Bremer Architekten Ulrich Tilgner errichtet. Er baute dafür eine ehemalige Bäckerei in nur zwölf Monaten um. Es handelt sich um die erste Klostergründung in Bremen seit dem Mittelalter.
Bischof Bode weihte das Gebäude am 19. Oktober 2002 ein. Sein gutes Verhältnis zum damaligen Bremer Bürgermeister Henning Scherf (SPD) trug zum Entstehen des Klosters bei. Die Idee dazu kam in den 1990er Jahren in der katholischen Kirche in Bremen auf. Der damalige Propst Ansgar Lüttel war an der Umsetzung wesentlich beteiligt; er wird ebenso wie der Architekt bei der Jubiläumsfeier dabei sein.
Dem Birgittenorden, auch Erlöserorden genannt, gehören nach eigenen Angaben weltweit etwa 600 Schwestern an. Sie leben in 57 Klöstern – davon 22 in Europa. Das Birgittenkloster in Bremen ist die einzige Niederlassung des Ordens in Deutschland.